Dienstag, 18. Juni 2013

Ardêche mit Hund: Viel zu entdecken!

Mai 2013. Zum Hundeglück kann man im Bereich der Ardêche viel mehr unternehmen als Paddeln. Zum Beispiel Tropfsteinhöhlen besichtigen. In die Grotte de la Madeleine dürfen Hunde mit. Bei meinem Besuch waren wir zu dritt, allerdings fand ich das etwas beängstigend (wenn auch angenehm kühl).
Beagle in der Grotte de la Madeleine

Positiv an der Grotte Madeleine: Tolle Aussicht auf die Ardêche-Schlucht aus etwa halber Höhe, phantastische Tropfsteine, kinderfreundlicher Klettersteig, kleiner Schaugarten im Eingangsbereich, wo typische Pflanzen aus der Gegend erläutert werden.

An der Grotte St. Marcel ist es lustiger, denn wenn man sich da anmeldet, darf ein Hund während des Besuchs in den hauseigenen Zwinger. Einige Damen an der Kasse sprechen deutsch, aber eine deutschsprachige Führung gibt es leider nicht.
Unbedingt einen Besuch wert ist das Städtchen St. Montan.

Anfang der 70er Jahre war es noch völlig verfallen. Dann begannen mutige junge Leute, die fast verlassene Stadt wieder herzurichten, und heute können trittsichere Touristen und Hunde die Gassen durchstreifen und ungefähr den ganzen Chip vollknipsen.

Die Zufahrt ist für Wohnmobile und Busse aus gutem Grund von allen Seiten gesperrt; es ist schon für kleinere Fahrzeuge kaum Platz.
Meine Chefin ist ganz verliebt in die Töpferei.

Aber die Katzen kann man gar nicht jagen, und ein Hund darf nicht mit rein, nur sich draußen langweilen und Passanten verbellen.

Hier kamen wir von oben, von der Burg her, und wollten gleich mal wissen, was auf dem Schild steht.

Super einfach: "Nicht privat, Durchgang ok, hier lang zum Schloss."

Tja, als Hund hat man es schon einfacher - immer der Nase nach, bis jemand meckert.

Lach, wenn meine Chefin ihrer Nase folgt, landet sie bei ... Rosen! Würde mir im Traum nicht einfallen.

St. Montan im Mai
Am Atelier von Julie (sehr farbenfroh und fröhlich) gab es wenigstens mal einen neugierigen Hund, nicht immer bloß Katzen.

Atelier de Julie, St. Montan
 Aus Erfahrung unser Tipp: Perfekte Urlaubszeiten für die Gegend sind Mai, Juni und September. Zwischendurch ist es sehr heiß - wohl der Grund, warum die Hauptaktivität sich unten am und im Fluss abspielt. Leerer wird es in den Seitentälern von Ibie, Beaume und Chassezac, wo man im Sommer sehr schöne Badeplätze findet.
Badeplatz an der Beaume, bei Labeaume
Viel Inspiration bietet der Wanderführer Die wilden Berge der Ardêche von Uli Frings. Wir sind mehrere Touren nachgelaufen und hätten sonst bestimmt nie den Wald von Paiolive entdeckt. Und der ist eine ziemlich verwunschene Angelegenheit.
Bois du Paiolive, am Chassezac
Da gibt es ganz in der Nähe der Straße ein total verrücktes Labyrinth mit zahlreichen Schleichwegen. Der Hauptweg ist angeblich 1,5 Stunden lang, aber wir brauchen drei.
Beagle im Bois du Paiolive
Was natürlich gar nicht daran liegt, dass ich ständig Modell sitzen soll.

Dabei weiß ich perfekt, wo es lang geht, auch ganz ohne die Markierungen an den Felsen.

Hier würde ich gerne mal mit einer Horde Kinder Verstecken spielen. Ich finde alle, aber mich findet keiner. Wer macht mit?

Versteckspiel im Bois du Paiolive
Beagle im Feenwald
Achtung, laut Wanderführer sind die Kalksteine nach Regen SEHR rutschig. Da es im Mai richtig viel geregnet hat, können wir das aus eigener Erfahrung bestätigen, ganz besonders für den Wald von Paiolive. Gilt natürlich nicht für Beagles - Hundepfoten sind unglaublich geländegängig. Seht ihr?
Beagle im Bois du Paiolive
Außerhalb der Haupttouristenattraktionen sind freundliche Hunde in Frankreich in der Nebensaison in der Regel willkommen oder zumindest geduldet, auch im Restaurant und auch wenn es offiziell heißt "Hunde verboten". Nachfragen lohnt immer!

Habt ihr eigene Urlaubstipps für Hundebesitzer und Beaglefreunde? Dann schreibt uns ganz schnell, wo es am spannendsten ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen