Donnerstag, 3. November 2011

Wandern um Bad Rippoldsau, erster Versuch


28. Oktober 2011. Juhu, es geht wieder los. Meine Chefs packen alles ein, und ich liege gespannt zitternd daneben und warte, was passiert. Kriege ich jetzt endlich die Bären zu sehen? Dafür steige ich sogar in die Box.

Diesmal wollen meine Chefs sich gründlich erholen, so dass wir schon am Vortag anreisen. Nur meine Chefin ist chaotisch und muss noch mal umkehren, weil sie ihre Wanderschuhe noch mit so stinkendem Zeug eingesprüht und dann vergessen hat (den Gestank wollte ich sowieso nicht im Auto haben). Komisch. Ich habe meine Pfoten noch nie vergessen.

In der Hotel-Pension Sonne in Bad Rippoldsau-Schapbach werden wir supernett aufgenommen. Nur ich kriege nichts ab von dem leckeren Essen und darf mal wieder nur unter dem Tisch liegen. Immerhin ist der Boden hier hundefreundlich, warme Dielen statt kalten Fliesen! Da kann man sich gemütlich entspannen.

Tags darauf herrscht strahlender Sonnenschein, und oben auf der Höhe, wo wir laufen wollen, ist es warm, ganz anders als im suppigen kühlen Nebel des Rheintals. Jetzt könnte mein Chef doch mal aufhören zu husten.

Aber meine Chefs packen kurzerhand alles wieder ein und kehren wieder um. Unterwegs halten wir mal kurz an, auf der Schwarzwaldhochstraße, aber wir laufen höchstens 100 Meter, keine 15 Kilometer wie eigentlich geplant.

Und dann sehe ich sie lange nicht wieder, weil nämlich mein Chef jetzt irgendwo ist, wo keine Hunde hin dürfen, nicht einmal ein richtig netter Beagle, der alle, denen es nicht gut geht, bereitwillig von oben bis unten abschleckt.

Meine Menschen wissen wohl nicht, dass man sich doch ganz einfach gemütlich auf dem Boden ausstrecken und in der Sonne liegen kann, bis es was zu fressen gibt. Ich mache ihnen das mal vor, aber keiner hört auf mich.


Gute Besserung, Chef! Ich warte dann mal hier auf dich.

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