Montag, 1. August 2011

Abstecher: Rundherum am Kaltenbronn

Sonntag, 26.7.2011. Bevor der Weg nach Süden weitergeht, drehen meine Chefs mit mir eine Runde auf dem Kaltenbronn.

Wir brechen frühmorgens in Karlsruhe auf, bei rund 16°C. Hier oben auf 900 Meter Höhe sehen wir in kühler Feuchte unsere Atemwolken (Ende Juli!). Der Kaltenbronn trägt seinen Namen zu Recht; es ist wirklich kalt und frisch. Also schlage ich ein munteres Tempo an und marschiere frohgemut los.

Ziemlich bald erreichen wir einen langen Bohlenweg durch das Hochmoor - sehr interessant und sooo viel zu schnuppern!

Meine Menschen dürfen absolut nicht vom Weg, aber ICH bin ja wohl ein Tier, genau wie die Füchse und Auerhühner und was hier sonst noch kreucht und fleucht. Wer das so alles ist, würde ich zu gern herausfinden, darf aber nicht einmal am See die Enten jagen.

Meine Chefs benehmen sich heute sowieso komisch.

Anstatt mich mal als Jagdhund einzusetzen, schaukeln sie auf einer Jägerschaukel herum und jagen komische Disteln, die kein Hund braucht, höchstens zum Schubbern.
Und dann soll ich auch noch zwischen Fingerhüten posieren. Ja, bin ich denn etwa ein Gärtnerhund? Wenn hier tatsächlich der Nationalpark Nordschwarzwald entsteht, bewerbe ich mich als Rangerhund. Aber nur als Sommerjob, denn wenn schon der Juli hier so frisch ist, würde ich mich im Winter glatt zu Tode frieren.
Als wir den Parkplatz wieder erreichen, ist der rappelvoll, so dass wir uns eilig verkrümeln. Ich habe trotzdem genau gehört, dass wir demnächst von hier aus weiterziehen. Ich höre nämlich alles, was wichtig ist, und keiner geht ohne mich irgendwo hin (höchstens ich ohne die anderen)!

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